Willkommen nach Husby Hole



Bondeoproer 01

Bauernaufstand

Laut einer historischen Überlieferung kam es 1441 zwischen König Christoph III. und den nordjütländischen Bauern, die einen Aufstand gegen die zunehmende Macht des Adels unternahmen, bei Husby zu einer großen Schlacht.

Die Sage erzählt, dass sich die Bauern in einer Wagenburg verschanzten und den Hohlweg so überdeckten, so dass er wie eine Wiese aussah. Die schwere Reiterei des Königs brach in den Grasteppich ein und wurde überwältigt. Der König sammelte rasch ein neues Heer um sich und zog erneut in den Kampf. Diesmal wurde die Wagenburg der Bauern aufgerieben und das Bauernheer zerschlagen. Der Anführer Henrik Tagsen Reventlow wurde gefangen genommen und später in Aalborg hingerichtet. In den Schlachten sollen zwischen 600 und 2.000 Männer gefallen sein.

Ob die Schlacht wirklich hier stattgefunden hat oder etwas weiter südlich bei Sct. Jørgensbjerg, ist ungewiss. An beiden Orten wurden bei archäologischen Grabungen große Knochenansammlungen gefunden. 1964 entdeckte man ein Massengrab – wahrscheinlich die Überreste der umgebrachten Bauern.

Der Granitstein erinnert an den Bauernaufstand von 1441, als die Schlacht zwischen dem Bauernheer und Christoph III. stattfand. Der Gedenkstein wurde 500 Jahre danach aufgestellt, auf dem höchsten Punkt genau oberhalb des Hohlwegs. Er wurde 1945, nach Beendigung der deutschen Besatzung, mit einem Volksfest eingeweiht.

Landskabet 01

Die Landschaft

1972 wurden ca. 89 ha in der Umgebung von Husby Hole unter Naturschutz gestellt, um die historischen und landschaftlichen Werte zu bewahren.

Die hügelige Moränenlandschaft mit der 59 Meter hohen Skårhøj als höchster Erhebung ist eine geologisch gesehen junge Landschaft, die sich während der letzten Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren bildete.

Das jetzt unter Naturschutz stehende Gebiet war früher eine nicht landwirtschaftlich genutzte Heide und Allmende. Der Boden war in lange, schmale Parzellen aufgeteilt, so dass alle Bauern von Husby an der Beweidung und der Heidekrauternte beteiligt waren.

Der Ortsname Husby reicht zurück bis in die Wikingerzeit (ca. 800-1050), während Hole so viel wie Vertiefung oder Hohlweg bedeutet. Hohlwege entstanden durch das Befahren mit Pferde- oder Ochsenkarren. Die Radspuren fraßen sich nach und nach immer tiefer und tiefer in den Hügel hinein.

Naturen Enebaer

Pflanzen

Der nördlichste Teil des Gebietes wird durch Nadelwälder dominiert, die auf früheren Heideflächen angepflanzt wurden. Im Waldboden gedeihen Moose und Pilze, die sehr wenig Licht brauchen.

Der mittlere Teil des Naturschutzgebietes besteht immer noch aus Heide und offenen Allmenden mit einer Vegetation aus verschiedenen Zwergsträuchern wie Heidekraut, Krähenbeeren, Heidelbeeren und Preiselbeeren. Auf den lichten Flächen wächst Ginster. Ginster ist eine dominante Pflanze, die andere Pflanzen verdrängen kann. Daher wird der Ginster auf ausgewählten Bereichen im Naturschutzgebiet bekämpft.

Ginster wächst besonders auf trockenen, nahrungsarmen Böden, auf denen er ein dichtes Gestrüpp bilden kann, das mehrere Meter hoch werden kann. Der Wuchs ist besenförmig mit grünen, fünfkantigen Zweigen. Er blüht, wenn er 2-5 Jahre alt ist, und kann bis zu 20 Jahre alt werden. Die Pflanze blüht reich mit großen gelben Blüten.

Naturen Djaevlesbid

Der Teufelsbiss

Der Teufelsbiss ist eine mehrjährige Pflanze, die auf feuchten, offenen und nahrungsarmen Böden wächst. Sie blüht im August und September und hat blau-violette Blüten. Die Pflanze wird 25-60 cm hoch. Die Blätter bilden eine grundständige Rosette und die Blütenstängel sind oft verzweigt. Die Schmetterlingslarven des seltenen Skabiosen-Scheckenfalters leben nur auf dem Teufelbiss.

Naturen Nyserollike

Die Sumpf-Schafgarbe

Die Sumpf-Schafgarbe ist eng mit der Gemeinen Scharfgarbe verwandt und gehört zur Familie der Korbblütler. Sie wird 20-40 cm hoch und hat weiße bis cremefarbige Blüten.

Naturen Almroellike

Die Gemeine Schafgarbe

Die Gemeine Schafgarbe ist ein mehrjähriges Kraut aus der Familie der Korbblütler, das 20-50 cm hoch wird. Sie wächst an sonnenreichen, trockenen und feuchten Standorten. Die Blüten sind weiß, aber man findet auch rosafarbige Blüten. Aus getrockneten, neu aufgesprungenen Blüten kann ein Kräuterschnaps gewonnen werden.

Naturen Revling

Die Krähenbeere

Die Krähenbeere ist ein niedriger immergrüner Strauch mit nadelförmigen, eng angeordneten Blättern und kleinen aromatischen schwarzen Beeren. Die Zweige der Krähenbeere wurden früher zur Herstellung von Besen und Scheuerbürsten verwendet.

Naturen Blabaer

Die Heidelbeere

Die Heidelbeere ist ein niedriger belaubter Strauch mit aufrechten grünen Zweigen. Die Blätter sind frischgrün und die Beeren schwarz mit einem bläulichen Schimmer. Der Saft färbt stark bläulich. Die Heidelbeere ist sehr aromatisch und kann mit der Moosbeere verwechselt werden, einer ebenfalls blauen Beere, innen jedoch weiß und geschmacklos. Die Heidelbeere reift im Hochsommer und kann von Juli bis September gepflückt werden.

Die Preiselbeere

Die Preiselbeere ist ein Zwergstrauch mit glatten, grünen Blättern, die auf der Unterseite hellgrün mit dunklen Punkten sind. Die Beeren sind rot und saftig mit einem frischen, säuerlichen Aroma. Die Preiselbeere enthält Apfelsäure, Benzoesäure und Bernsteinsäure und kann in ihrem eigenen Saft gelagert werden, ohne zu gären. Sie wächst auf Heideflächen und in Moorgebieten sowie in hellen Nadelwäldern. Die roten Beeren reifen im August-September und ausgezeichnet für Marmelade.

. .

Jammerbugt Natur